Erläuterungen der heimischen Sehenswürdigkeiten


Altar St. Anna Selbdritt
Im Jahr 1667 wurde unser Altar aus Tuffstein gemeiselt. In Europa existieren nur wenige Altare in dieser Größe, die aus einem Stück Stein gefertigt wurden.
Im unteren Teil befindet sich der Tabernakel, darüber den leidenden Heiland "Ecce-Homo" von pausbackigen Engelköpfen umrahmt.
In der Mitte zeigt der Altar "Maria und Anna mit dem Jesuskind".
Daneben steht der hl. Antonius und der hl. Bernhardus.
Im mittleren Teil ist die Geburt Jesu abgebildet mit der Anbetung der hl. drei Könige aus dem Morgenland.
Im oberen Teil ist die Kreuzigung zu sehen.

Tal der 13 Mühlen
Seit etwa 400 Jahren gibt es im Katteneser Mühltal Mühlen. Durch eine Steigung von bis zu 24 % war das Tal ideal für den Mühlenbetrieb.
Je nach Größe eines Mühlrades konnten je Umdrehung bis zu 700 Liter Wasser in bis zu 42 Schaufeln mitgenommen werden, die die Mühle antrieben und klappern ließen.
Es gab kaum ein Tal, indem auf solch kurzer Distanz 13 Müller ihr Mehl und Öl mahlten. Die meisten Mühlen sind heute liebevoll restauriert.  Ein Mühlrad dreht sich heute noch an der Asssenmacher Mühle.
Der rechte Südhang des Tales wird stark beschienen und trotz des kargen und felsigen Bodens hat sich hier eine eigene seltene Pflanzenvegetation eingerichtet.

Ausoniusstein
Der römische Kaiserlehrer und Ratgeber Ausonius soll der Sage nach im 8 Jahrhundert auf diesem Felsvorsprung die Moselhymne „Oh Mosella“ verfasst haben.
Die unterhalb gelegene Weinlage Ausonisstein gehört zum Nachbardorf Lehmen und beheimatet den recht selten gewordenen Apollofalter.

Alkener Lay
Bis zur Sprengung 1964 ragte die Lay bis in die Mosel hinein. Die Verbindung beider Orte vor und hinter der Lay ging nur durch einen kleinen Tunnel. Mann nannte diese Lay auch die "Mosellorelay".

Burg Thurant
1179 erbaut und durch eine Belagerung geteilt.
Sie ist eine der wenigen Burgen des Landes mit zwei Burgfrieden. Sie diente eins den Kurtrierer und Kurkölner Erzbischöfen als Grenze. Eine Kette über die Mosel stoppte die Schiffer und zwang diese ihren Zoll zu leisten. Da die Zolleinnahmen aber nicht ans Kölner Erzbistum gezahlt wurden, lies der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden die Burg belagern. Nach 3 Jahren Belagerung konnte die Burg im Jahr 1248 eingenommen werden und mußte große Abgaben nach Köln leisten. Vielleicht ermöglichten die Untermoselaner den Dombaubeginn zu Köln 1248 mit diesen Zahlungen.
Der Sage nach wurden Verräter auf eine Steinschleuder gesetzt und auf den Bleidenberg geschossen. Einer von ihnen sollte im Flug versprochen haben, falls er heil landen sollte wird er dort eine Kirche errichten. Die Wallfahrtskirche steht seit dem 13. Jahrhundert dort. Sie ist heute in Privatbesitz und hat einen sehr schönen Ausbick ins Moseltal, in die Eifel und in den Hunsrück.